OTTO BOCK: gebrochener Sitzrahmen

Am 12. Dezember 2016 kam mein neuer Elektrorollstuhl von der Firma OTTO BOCK. Der Rollstuhl ersetzte damals den Elektrorollstuhl von SKS. Der SKS war für mich ein richtiger ROLLSTUHL DES GRAUENS, weil der ständig kaputt war. Aus diesem Grund wurde auch dieser Blog hier eröffnet.

Der neue Rollstuhl von OTTO BOCK ist jetzt fast zwei Jahre alt, und auch noch weit davon entfernt ein ROLLSTUHL DES GRAUENS zu sein. Dennoch gab es auch mit ihm von Anfang an hin und wieder einige Probleme, deren Behebung teilweise deutlich zu lange gedauert hat.

Der Rollstuhl wurde im Winter geliefert, und als es einige Tage nach der Lieferung ziemlich kalt wurde, funktionierte die Sitzanhebung nicht mehr, weil der Stromfluss softwaremäßig zu niedrig eingestellt war. Der Techniker kam, und erhöhte dann in der Software die Parameter, sodass der Sitz wieder funktionierte. Allerdings hatte er den Wert nicht ganz nach oben gesetzt, weil er befürchtete, dass dann der Sitzmotor durch brennen könnte. Ganz ehrlich, so etwas deutet für mich auf einen Konstruktionsfehler hin, möglicherweise wurde ein zu schwacher Motor eingebaut, denn es darf aus meiner Sicht nicht nötig sein, dass man den Stromfluss begrenzen muss, damit der Motor nicht durchbrennt.

Mit der neuen Einstellung funktionierte der Seezug wieder, als es jedoch einige Tage später noch kälter wurde, durfte der Techniker wieder rauskommen, um den Stromfluss weiter zu erhöhen, denn an kalten Tagen reichte der Stromfluss nicht aus, damit die Sitzanhebung zuverlässig funktioniert. Das bedeutete, dass bereits im ersten Monat nach der Auslieferung der Techniker bereits zweimal vorbeikommen musste, um den Rollstuhl funktionsfähig einzustellen.

Richtig problematisch wurde es dann ab Weihnachten 2016, weil der Rollstuhl bei der Reduzierung der Geschwindigkeit auf der rechten Seite zeitweise plötzlich blockierte. Das war nicht wirklich lustig, denn das führte dazu, dass der Rollstuhl unkontrolliert sich um bis zu 90° drehte. Durch diesen Defekt gab es weitere Defekte. Auf der linken Seite ging dadurch die Armlehne und die Lampe kaputt, weil der Rollstuhl durch das blockieren der Vorderrad links gegen die Hauswand gedrückt wurde. Im Januar 2017 sah sich ein Techniker von OTTO BOCK sich das an. Zunächst gab es natürlich den Vorführeffekt, dass das Problem beim Vorführen in 20 Minuten nur einmal passierte, aber kaum hatten sich die Techniker verabschiedet, da bockte der Rollstuhl gleich wieder. Zum Glück waren die Techniker noch auf dem Parkplatz, und ich konnte ihnen das Problem zeigen.

Im Februar 2017 wurde der Rollstuhl dann abgeholt, und nach Duderstadt in die Werkstatt gebracht. Sieben Wochen war das Teil dann weg. In dieser Zeit gab es natürlich keinerlei Ersatz. Wenn ich für solche Fälle mir nicht selbst einen Scooter besorgt hätte, hätte ich sieben Wochen mit dem Arsch zu Hause bleiben dürfen. Als der Rollstuhl dann endlich zurück kam, war zwar der defekte Antriebsmotor erneuert worden, nicht aber die defekte Armlehne und die defekte Lampe, die durch das blockieren des Motors kaputtgegangen waren. Damit konnte OTTO BOCK natürlich nicht punkten.

Über die Probleme mit der Sitzhöhenverstellung bei Kälte, sowie den defekten Motor wurde hier bereits berichtet. Über weitere Defekte wurde hier nicht berichtet, weil sich das alles noch im Rahmen bewegte. Neben dem Antriebsmotor mussten in den letzten Monaten noch zwei weitere Motoren ersetzt werden. Der Motor für die Sitzhöhenverstellung war durchgebrannt. Es ist nicht auszuschließen, dass dies passierte, weil die Parameter für den Stromfluss erhöht werden mussten. Wie bereits erwähnt, deutet dies für mich darauf hin, dass man eventuell einen ungeeigneten Motor für die Sitzhöhenverstellung verwendet. Es kann natürlich nicht sein, dass der Motor bei Kälte so viel Strom braucht, um den Sitz zu bewegen, dass er bei Wärme wegen zu viel Strom durchbrennt.

Als der Motor für die Sitzhöhe erneuert wurde, wurden auch Geräusche beim Motor für die Rückenlehne festgestellt. Auch dieser musste erneuert werden. Inzwischen wurden also drei von fünf vorhandenen Motoren ersetzt.

Seit Oktober 2018 ist der Rollstuhl leider schon wieder beim Sanitätshaus zur Reparatur. Bis auf die Reparatur des Fahrmotors konnten sämtliche Reparaturen vor Ort durchgeführt werden. Jetzt aber steht eher schon seit Wochen in der Werkstatt. Eigentlich war nur eine sehr kleine Reparatur vorgesehen. Es ging um den Schalter der Sitzhöhenverstellung. Mit diversen Schaltern gab es schon häufiger Probleme. Das lag auch daran, weil der Rollstuhl keine brauchbare Stockhalterung hatte. Während der Fahrt gab es immer wieder Probleme mit den gesteckten, wenn die aus der viel zu kleinen Halterung rausflogen. Dabei gingen nicht nur die Gehstöcke kaputt, sondern die Stöcke haben auch mehrfach Schalter beschädigt, die am Sitz angebracht waren. Im September wurde ein Schalter durch eine andere Schalterkonstruktion ersetzt, die aber keine 24 Stunden hielt. Daraufhin gab es einen Reparaturversuch, der erfolglos war, deshalb sollte der Rollstuhl eigentlich in die Werkstatt. Außerdem hatte ich noch Geräusche bemerkt, was auch in der Werkstatt überprüft werden sollte. Dabei wurde festgestellt, dass der Sitzrahmen gebrochen war. So konnte man mich natürlich nicht weiterfahren lassen, und es wurde ein neuer Sitzrahmen bestellt. Inzwischen sind Wochen vergangen, ohne dass die Reparatur abgeschlossen wurde. Ich habe natürlich die Hoffnung, dass der Rollstuhl jetzt endlich in der nächsten Woche wieder ausgeliefert werden kann. Eigentlich sollte ich am Montag den 5.11.2018 in Berlin sein, aber ohne Rollstuhl machte diese Fahrt natürlich keinen Sinn.

Lange Zeit habe ich mich gefragt, wie es überhaupt passieren kann, dass der Sitzrahmen des Elektrorollstuhl bricht, ohne dass man dies einem besonderen Ereignis, wie einen Unfall, zuordnen könnte. Inzwischen bin ich auch hier weiter. Ich halte es für möglich, dass auch dabei die Gehstöcke eine entscheidende Rolle gespielt haben könnten, weil es nämlich einmal vorkam, dass sich die Stöcke unter dem Sitzrahmen verteilten, als sie aus der Halterung gefallen sind. Da ich dies natürlich nicht bemerkt hatte, fuhr ich den Sitz nach unten, und merkte plötzlich wie etwas unter dem Sitz die Polsterung nach oben drückte. Es war damals nicht einfach, die verteilten Gehstöcke wieder zu befreien. Die waren natürlich ziemlich verbogen, und es ist natürlich auch vorstellbar, dass dabei der Sitzrahmen auch beschädigt wurde.

Ob der Elektrorollstuhl wirklich in der nächsten Woche repariert zurück kommt, ist noch nicht sicher. Doch selbst wenn er zurückkommt, muss ich leider feststellen, dass die Reparatur auch beim OTTO BOCK viel zu lange dauert. Ich habe mir zum Glück noch einen Elektroscooter als Ersatzgerät angeschafft, denn ohne dieses Ersatzgerät werde ich regelmäßig längere Zeit nicht mobil.

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